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Merkblatt - Thermografie (Stand 2011)

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Merkblatt 006/2010 www.fensterundfassaden.at Die Farbverteilung entspricht zum Beispiel in der Reihenfolge dem Schema des Regenbogens. Dabei stehen schwarz-blau für kalt und rot-violett-weiß für warm. Um möglichst aussagekräftige Bilder zu bekommen kann der Bereich der Messung frei gewählt werden. Z.B. von schwarz kleiner als 4°C bis weiß größer als 25°C oder schwarz kleiner als 15°C bis weiß größer als 22°C. Dadurch können Bereiche sehr eindrucksvoll dargestellt werden, die auf eine eventuelle Wärmebrücke, Durchfeuchtung oder Luftundichtheit hinweisen. Die Thermografie ist ein Hilfsmittel für die Gebäudeanalyse um etwaige Schwachstellen aufzufinden. Das Erstellen und die Auswertung eines Thermogramms muss immer von einem Fachmann erfolgen. Eine Zertifizierung nach EN 473 Level 2 sollte Grundbedingung sein. Dazu ein Auszug aus der ÖNORM EN 13187. Die Auswertung von Thermogrammen, die bei instationären Bedingungen gewonnen werden, erfordert einen hohen Grad an Erfahrung und Fachwissen über Bauphysik. Dies schließt unter anderem ein, dass die Prüfung nicht durchgeführt werden darf, wenn die Innen- oder Außentemperatur voraussichtlich starken Schwankungen unterworfen ist oder wenn das Bauwerk direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist oder wenn sich der Wind stark ändert. Die Thermografie kann nicht zur Bestimmung des U-Wertes bzw. der Luftwechselrate herangezogen werden. Dazu noch ein Auszug aus der ÖNORM EN 13187. Diese Norm gilt für die Bestimmung der örtlichen Lage wärmetechnischer Unregelmäßigkeiten und der Wege von Luftströmungen durch die Umschließungsfläche. Diese Norm gilt nicht zur Bestimmung des Wärmestroms und zur Messung der Luftdichtheit eines Bauwerks. Für derartige Bestimmungen sind Untersuchungen mit anderen Verfahren notwendig. 3 Fehler bei der Beurteilung von Fenstern Glas: Wärmeschutzgläser haben eine Bedampfung aus Metall die das sichtbare Licht durchlässt aber die Wärmestrahlen reflektiert. Deswegen zeigen Wärmeschutzgläser einen Mix aus Eigentemperatur und Umgebungsstrahlung. Zum Beispiel erscheint der wolkenlose Nachthimmel als schwarze Fläche (sehr niedrige Oberflächentemperatur) auf Grund der man auf sehr gute Wärmedämmung schließen würde, die aber nicht wirklich in dem Ausmaß vorhanden ist. Bild 1. Der Nachthimmel vom Glas reflektiert Rahmen:

Merkblatt 006/2010 www.fensterundfassaden.at Fenster befinden sich meist in Nischen. Diese Nischen (seitlich auch Leibung genannt) erschweren innen wie außen den Luftwechsel. Es bilden sich Bereiche mit stehender Luft. Diese Luft wirkt wie eine Isolationsschicht. Darum wird das Fenster von der Raumluft innen nicht richtig erwärmt und von der Außenluft nicht richtig gekühlt. Am Wärmebild erscheint nun der Rahmen von innen kälter und von außen wärmer als dieser von seiner Bauart sein dürfte. Hier können sich Unterschiede von 2 - 3°C an der Oberfläche ergeben, die den Rahmen wesentlich schlechter erscheinen lassen als er ist. Bild 2. Abgekühlte Fensternische mit reflektiertem Messtechniker in der Scheibe Luftdichtheit: Fenster sind undicht und dürfen das auch. Wie weit Fenster undicht sein dürfen ist durch den a- Wert geregelt, der für ein Fenstersystem am Prüfstand ermittelt wird. Wenn auf einem Wärmebild Kältefahnen, ausgehend vom Ecklager oder Scherenlager, zu sehen sind, deuten diese auf eine tatsächliche Undichtheit hin, die jedoch bei einem Drehkippfenster systembedingt und zulässig sind. Das Fenster neu einzustellen und eventuell auch die Dichtungen zu wechseln wird bei älteren Fenstern die Situation verbessern. Bild 3. Luftundichtheit bei Scherenlager links oben Eine augenscheinliche Begutachtung eines Fenstersachverständigen von Fensterrahmen, Dichtungen und Gläsern wird mit Sicherheit zu einer klareren Aussage über die zu begutachtenden Fenster führen als eine oberflächliche Thermografie es kann. Eine Thermografie ist dazu geeignet um die Einbausituation mit den tatsächlich auftretenden Temperaturen zu beurteilen, jedoch nicht um ein Fenstersystem zu bewerten. 4 Wie beurteilt man als Laie ein Thermogramm Ein Wärmebild verleitet wegen seiner plakativen Darstellung (rot warm - blau kalt) jeden sich als Fachmann zu fühlen und voreilige Schlüsse zu ziehen. Bevor Sie auf Grund eines selbst beurteilten Wärmebildes eine Investition tätigen (Sanierung, Vollwärmeschutz, neue Fenster usw.), wenden sie sich an einen erfahrenen Bauphysiker mit einer Ausbildung in Thermografie. Er wird Ihnen durch sein Fachwissen mit Sicherheit Kosten sparen.

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