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Qualitätsrichtlinien - Plattform Fenster und Fensterfassaden - Ausgabe 2018, Version 5.0

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Himmel) ohne direktes

Himmel) ohne direktes Sonnenlicht oder künstliche Beleuchtung. Zone (gemäß Bild 1) Falzzone F Randzone R Hauptzone H Tabelle 1 – Zulässige Fehler bei Isolierglas aus Floatglas Zulässigkeit pro Isolierglaselement bei 2-Scheiben-Isolierglas Außen liegende flache Randbeschädigungen bzw. Muscheln, die die Festigkeit des Glases nicht beeinträchtigen und den Randverbund nicht überschreiten. Innen liegende Muscheln ohne lose Scherben, die durch die Dichtungsmasse ausgefüllt sind. Punkt- und flächenförmige Rückstände und Kratzer sowie ungleichmäßiger und/oder wellenförmiger Butylauftrag, uneingeschränkt. Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken u dgl. Scheibenfläche Anzahl Durchmesser/Fläche ≤ 1 m² max. 4 Stück Ø ≤ 3 mm > 1 m² max. 1 Stück mit Ø ≤ 3 mm je umlaufendem Meter Kantenlänge Rückstände (punktförmig) im Scheibenzwischenraum (SZR) ≤ 1 m² max. 4 Stück Ø ≤ 3 mm > 1 m² max. 1 Stück mit Ø ≤ 3 mm je umlaufendem Meter Kantenlänge Rückstände (flächenförmig) im SZR (weißlich grau bzw. transparent) bis 5 m² max. 1 Stück ≤ 3 cm² pro weitere 5 m² jeweils 1 Stück ≤ 3 cm² Kratzer Scheibenfläche Einzellänge Summe aller Einzellängen bis 5 m² max. 30 mm max. 90 mm > 5 m² max. 30 mm proportionale Hochrechnung Anmerkung: die „proportionale Hochrechnung“ bezieht sich auf die „Summe aller Einzellängen“ und nicht auf deren Größe oder Einzellänge. Haarkratzer: nicht gehäuft erlaubt Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken u dgl. Scheibenfläche Anzahl Durchmesser/Fläche ≤ 1 m² max. 2 Stück Ø ≤ 2 mm > 1 m² ≤ 2 m² max. 3 Stück Ø ≤ 2 mm > 2 m² ≤ 5 m² max. 5 Stück Ø ≤ 2 mm > 5 m² proportionale Hochrechnung Ø ≤ 2 mm Anmerkung: die „proportionale Hochrechnung“ bezieht sich auf die „Anzahl der Einzelfehler“ für Scheibenfläche von > 2 m² bis ≤ 5 m² und nicht auf die maximale Größe. Kratzer Scheibenfläche Einzellänge Summe aller Einzellängen bis 5 m² max. 15 mm max. 45 mm > 5 m² max. 15 mm proportionale Hochrechnung Anmerkung: die „proportionale Hochrechnung“ bezieht sich auf die „Summe aller Einzellängen“ der Fehler und nicht auf deren Größe oder Einzellänge. Haarkratzer: nicht gehäuft erlaubt Die zulässige Anzahl der jeweiligen Fehler erhöht sich bei 3-Scheiben Isolierglas um 50 % und bei 4-Scheiben Isolierglas um 100 %. Beanstandungen ≤ 0,5 mm werden nicht berücksichtigt. Vorhandene Störfelder (Hof) dürfen nicht größer als 3mm sein. Verbund-Sicherheitsglas (VSG) und Verbundglas (VG): 1) Die Zulässigkeiten der Zonen R und H erhöhen sich in der Häufigkeit je Verbundglaseinheit um 50 %. 2) Bei Gießharzscheiben können produktionsbedingte Welligkeiten auftreten. Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) und teilvorgespanntes Glas (TVG): 1) Die örtliche Verwerfung auf der Glasfläche darf 0,5 mm, bezogen auf eine Messlänge von 300 mm, nicht überschreiten. 2) Bei ESG mit einer Nenndicke von 3 mm bis 19 mm, und bei TVG mit einer Nenndicke von 3 mm bis 12 mm, darf die generelle Verwerfung, bezogen auf die Länge der Kanten oder der Diagonalen, nicht größer als 3 mm pro 1000 mm sein. 3) Wird VSG oder VG aus vorgespannten Einheiten hergestellt, sind obige Werte der Verwerfungen mit einem Aufschlag von 50 % anzusetzen. 1.5.2 Randverbund Die Dicht- oder Klebemasse des Elementes darf bei Floatglasscheiben maximal 2 mm über den Randverbund in den Scheibenzwischenraum und auf die Glasscheibe ragen. Abstandhalter haben möglichst parallel zur Glaskante zu verlaufen. Die zulässigen Abweichungen der Parallelität der/des Abstandhalter(s) zur Glaskante sowie auf weitere Abstandhalter (zB bei 3- Scheiben-Isolierglas) sind der Tabelle 2 zu entnehmen. Tabelle 2 – Zulässige Abweichungen der Abstandhalter Material des Abstandhalters Kantenlänge ≤ 2 m Kantenlänge > 2 m Aluminium und Stahl 3 mm + 1 mm je weiteren 3 mm Edelstahl mit Wanddicke ≥ 0,2 mm begonnenen Meter jedoch maximal 5 mm Edelstahl mit Wanddicke < 0,2 mm 3 mm 3 mm + 1,5 mm je weiteren begonnenen Meter jedoch maximal 6 mm Kunststoff 4 mm 4 mm + 1,5 mm je weiteren begonnenen Meter jedoch maximal 6 mm Im sichtbaren Bereich des Abstandhalters und der Randzone können bei Isolierglas am Abstandhalterrahmen fertigungsbedingte Merkmale sowie geringfügige Trocknungsmittel-Rückstände vorhanden sein. Version 5.0/2018 18

1.5.3 Doppelscheibeneffekt Isolierglas hat ein eingeschlossenes Gasvolumen, dessen Zustand im Wesentlichen durch den Luftdruck, die Höhe der Fertigungsstätte über Normal-Null sowie die Lufttemperatur zur Zeit und am Ort der Herstellung bestimmt wird. Beim Einsatz von Isolierglas in anderen Höhenlagen, bei Temperaturänderungen und Schwankungen des Luftdrucks (Hoch- und Tiefdruck) ergeben sich zwangsläufig Durchbiegungen der Einzelscheiben und damit optische Verzerrungen. Diese Erscheinung ist eine physikalische Gesetzmäßigkeit aller Isolierglaseinheiten. Ein Doppelscheibeneffekt stellt keinen Mangel in der Qualität dar, die Scheiben dürfen sich jedoch nicht berühren. 1.5.4 Eigenfarbe Alle bei Glaserzeugnissen verwendeten Materialien haben rohstoffbedingte Eigenfarben, welche mit zunehmender Dicke deutlicher hervortreten können. Auch beschichtete Gläser haben eine Eigenfarbe. Diese Eigenfarbe kann in der Durchsicht und/oder in der Aufsicht unterschiedlich erkennbar sein. Schwankungen des Farbeindruckes sind aufgrund des Eisenoxidgehalts des Glases, des Beschichtungsprozesses, des Beschichtungsmaterials sowie durch Veränderungen der Glasdicken und des Scheibenaufbaus möglich und nicht zu vermeiden. 1.5.5 Isolierglas mit innenliegenden Sprossen Sichtbare Sägeschnitte und herstellungsbedingte, geringfügige Farbablösungen im Schnittbereich sind zulässig. Abweichungen von der Rechtwinkligkeit der Felder sind zulässig. Auswirkungen von temperaturbedingten Längenänderungen bei Sprossen im Scheibenzwischenraum (z. B. Gehrungsspalt, Durchbiegungen etc.) können grundsätzlich nicht vermieden werden und sind daher zulässig. Die Wahrnehmung der Farbe der Sprossen kann durch Beschichtungen bzw. die Eigenfarbe des Glases beeinträchtigt werden. 1.5.6 Benetzbarkeit Bei feuchten Glasoberflächen infolge von Tauwasser, Regen oder Reinigungswasser kann eine unterschiedliche Benetzbarkeit sichtbar werden. Diese Erscheinung kann z.B. durch Abdrücke von Rollen, Etiketten, Vakuumsaugern, Glättmitteln etc. auftreten und stellt keinen Mangel dar. Diese Erscheinung verringert sich in der Regel mit Fortdauer der Nutzung. 1.5.7 Optische Erscheinungen (Anisotropien) bei ESG (Einscheibensicherheitsglas) und TVG (Teilvorgespanntes Glas) Bei der Herstellung von wärmebehandelten Gläsern (ESG und TVG) entstehen unterschiedliche Eigenspannungen, sogenannte Anisotropien. Diese werden unter einem bestimmten Lichteinfall in Form von dunkelfarbigen Ringen und Streifen sichtbar. Dies ist ein unvermeidbarer, herstellungsbedingter, physikalischer Effekt und stellt keinen Grund für eine Reklamation dar. Quelle: ÖNORM B 3738 Glas im Bauwesen - Isolierglas, Anforderungen an die visuelle Qualität; Ausgabe 2008-07-01 1.6 Sprossenklirren Durch Umgebungseinflüsse (z.B. Doppelscheibeneffekt) sowie durch Erschütterungen oder manuell angeregte Schwingungen können bei im Scheibenzwischenraum von Isolierglas liegenden Sprossen zeitweilig Klappergeräusche entstehen. Diese Effekte stellen keinen Mangel dar. Version 5.0/2018 19

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