+43 3382 735-0        info@katzbeck.at
Aufrufe
vor 1 Jahr

Qualitätsrichtlinien - Plattform Fenster und Fensterfassaden - Ausgabe 2018, Version 5.0

  • Text
  • Merkmale
  • Fenstern
  • Einbau
  • Reinigung
  • Isolierglas
  • Beurteilung
  • Zugelassen
  • Bedingt
  • Fenster
  • Merkmal

KRITERIEN FÜR DIE

KRITERIEN FÜR DIE MONTAGE Die Qualität der Ausführung der Montage bzw. der Bauanschlussfuge ist der Schlüssel für die Gebrauchstauglichkeit des Bauelementes. Die Montage muss unter Berücksichtigung der Dehnung, Befestigung und Statik erfolgen, und die Bauanschlussfuge zum Baukörper muss den Regeln der Technik (ÖNORM B 5320) entsprechend ausgeführt werden. 1.18 Befestigung Es müssen alle am Fenster anfallenden Kräfte sicher in den Baukörper abgeleitet werden. Dies erfolgt durch Auswahl der Art und Anordnung der Abstützung des Einbauteils und der Befestigungsmittel. Die Wahl der Befestigungsmittel hat unter Berücksichtigung der zu übertragenden Kräfte, der angrenzenden Bauteile und der in der Anschlussfuge auftretenden Bewegung stattzufinden. 1.19 Bauanschlussfuge Die Bauanschlussfuge ist konstruktiv zu planen - es sind folgende Punkte festzulegen: • Festlegung des Werkstoffes des Rahmenprofils • Die Oberfläche der angrenzenden Bauteile, die zur Bildung der Fuge beitragen • Vorzusehendes Dämmmaterial • Äußere/innere Hinterfüllprofile • Abdichtung • Füllung der Fugenzwischenräume • Fallbezogene Wind- und/oder Regenschutzfolien sowie graduelle Dampfsperren • Festlegung des Materials des Einbauteils • Montage- und Befestigungserfordernisse des Einbauteils und der Fugenbestandteile • Toleranzen von Wandöffnungen und Einbauteilen • Koordinationsmaße • Fugennennmaße Auf eine technisch und wirtschaftlich vertretbare Fugengröße ist zu achten! Der Untergrund (Oberflächen der Wandbauteile im Fensteranschlussbereich) muss so sauber, trocken, tragfähig, glatt, eben, fest, rissfrei und so frei von Stoffen sein, dass eine Haftverminderung der Dichtungsmaterialien auszuschließen ist. Vertiefungen wie Ausbrüche, Kiesnester, Lunker und dergleichen sind dauerhaft auszugleichen. Mörtelfugen sind plan und eben zum Stein auszuführen. Gegebenenfalls ist ein Glattstrich anzubringen. Ein umlaufender schlagregendichter Anschluss der Fassade an die Fensterkonstruktion, unabhängig von der Ausführung der Sohlbank ist für einen ordnungsgemäßen Bauanschluss Voraussetzung. Die Anbindung der Sohlbank muss zum Baukörper und Fensterrahmen schlagregendicht gestaltet werden. Weiters ist die unterschiedliche Wärmedehnung der zusammentreffenden Materialien zu berücksichtigen. 1.20 Bodeneinstandsprofile, Anforderung an Materialien bzw. erforderlicher Holzschutz bei Holzwerkstoffen Um eine dauerhafte Lastabtragung des Eigengewichtes von bodentiefen Fenster/Türelementen zu ermöglichen, haben sich „Bodeneinstandsprofile“ als äußerst praktikable Lösung erwiesen. Wenn solche Profile verwendet werden, dann ist darauf Rücksicht zu nehmen, dass sie folgende Aufgaben erfüllen: • Dauerhafte Lastabtragung des Eigengewichts bzw. der zu erwartenden Lasten in den Baukörper • Kompatibilität mit den eingesetzten Befestigungs- bzw. Abdichtungsmitteln (Schrauben, Winkel, Dichtbänder] Die möglichen Materialien solcher Bodeneinstandsprofile reichen von jeglicher Art von Hölzern, Holzwerkstoffen über ausreichend druckfeste Dämmstoffe (z.B. Purenit, Compacfoam u. dgl.) bis hin Version 5.0/2018 30

zu Systemprofilen der jeweiligen Systemgeber (z.B. aus Alu oder PVC mit entsprechenden Versteifungen). Wenn diese Bodeneinstandsprofile aus Holz oder Holzwerkstoffen hergestellt werden, dann sind sie gem. ÖNORM B 3803 „Holzschutz im Hochbau – Beschichtungen auf maßhaltigen Außenbauteilen aus Holz“ zu behandeln. Diese besagt, dass eine vorbeugende Wirksamkeit des Grundbeschichtungsstoffes gegen holzverfärbende Pilze und eine Mindestschichtstärke von 40 µ vorhanden sein muss. Ausnahmen: Dies gilt nicht für Kernhölzer der natürlichen Dauerhaftigkeitsklassen 1 und 2 (z.B. Eichenkernholz bzw. Holzwerkstoffen aus diesen Materialien (z.B. Sperrholzplatten) bzw. feuchteunempfindliche Materialien wie z.B. Purenit u.dgl.) In Österreich gibt es somit keine Einschränkung, dass Holz als Sohlbank- bzw. Unterbauprofil eingesetzt werden darf. Auch bei der Anwendung unter Außenniveau (z.B. bodentiefe Elemente) ist Holz grundsätzlich zulässig, allerdings nur mit einer entsprechenden Abdichtung gem. ÖNORM B 3691 und ÖNORM B 3692. 1.21 Hinweise für die Bauphase Nach erfolgter Montage ist durch Einstellung der Beschläge die Funktion der Elemente sicherzustellen. Während der Bauphase wirken vielfältige mechanische, klimatische und chemische Belastungen auf Fenster und Türen. Daher sind die Bauteile durch Abdecken/Abkleben zu schützen, und durch ausreichende Lüftung die Abführung der überschüssigen Feuchtigkeitsmenge sicherzustellen. Speziell treten Probleme bei Putz- und Estricharbeiten auf. Die dadurch erhöhte Luftfeuchtigkeit kann zu Schäden an den Elementen und der Anschlussfuge führen. Daher ist ausreichend zu lüften. Zum Schutz der Oberfläche sind geeignete Klebebänder zu verwenden. Diese müssen mit den Oberflächen verträglich sein. Die Bänder sind möglichst rasch wieder zu entfernen. Sollten trotz großer Sorgfalt Verschmutzungen auf den Bauteilen verbleiben, müssen diese sofort nach dem Entstehen mit nicht aggressiven Mitteln (pH zwischen 5 und 8) rückstandsfrei entfernt werden. Die Bildung von zu hoher Luftfeuchtigkeit (max. 55 %) ist zu vermeiden. Diese führt zu Folgeschäden wie dem Aufquellen von Holzteilen, der Verformung von Bauteilen, Korrosionsschäden an Beschlagsteilen, Ablösen der Dickschichtlasur, Schimmelpilzbildung und ungesundem Wohnklima. 1.22 Visuelle Beurteilung der fertig gestellten inneren Bauanschlussfuge Durch die unterschiedlichen Bewegungen der im Anschlussbereich zusammentreffenden Materialien können auch bei fachgerechter Montage Spalte und Risse entstehen. Eine gemäß ÖNORM B 5320 ausgeführte Bauanschlussfuge nimmt diese Bewegung auf - es kommt daher zu keiner Beeinträchtigung der Funktion. Solche Spalte und Risse stellen keinen Mangel der Bauanschlussfuge dar. 1.23 Feuchteprobleme am Fenster durch Putz- bzw. Estricharbeiten Nach Putz- oder Estricharbeiten kann es aufgrund hoher Raumluftfeuchtigkeit zu Beeinträchtigungen oder Schäden an Holz- oder Holz/Alu Fenstern und Türen kommen. Länger andauernde Feuchtebelastungen > 55% sind daher zu vermeiden (z.B.: Lüften, Entfeuchten, etc.). Details siehe Merkblatt – Estrich / Schäden am Bauelement Fenster (download unter www.fensterplattform.at) Quelle: ÖNORM B 5320 Einbau von Fenstern und Türen in Wänden; Planung und Ausführung des Bau- und des Fenster/Türanschlusses; 2017-08-15 Version 5.0/2018 31

Katzbeck Fenster

KATZBECK Fenstermagazin
KATZBECK Fensterzubehör
KATZBECK WINDOWair
KATZBECK Türenmagazin
KATZBECK Sicherheit
CatWalk-08-Stadl-Lofts
CatWalk-07-HOHO Wien
CatWalk-06-Viertel Zwei Plus
CatWalk-05-Holzbaupreis

KATZBECK Downloads

Katzbeck-Fibel
Katzbeck-Manual
Allgemeine Geschätsbedingungen (AGB)
Produkthaftungs- und Warnhinweise
IMPRESSUM  /   AGB
© 2003 - 2016 by Katzbeck FensterGmbH Austria